V-Kontur oder M-Kontur: Wer im Bereich Pressfittings arbeitet, begegnet beiden Bezeichnungen regelmäßig. Doch was steckt dahinter, und welche Kontur passt zu welchem Einsatzfall? Die Antwort ist wichtiger als sie auf den ersten Blick scheint, denn eine falsch gewählte Presskontur ist einer der häufigsten Fehler auf der Baustelle.

Was Presskontur bedeutet und warum sie relevant ist

Die Presskontur beschreibt das Profil, mit dem eine Pressverbindung hergestellt wird. Beim Verpressen formt die Pressbacke oder der Pressring das Fitting so um, dass eine formschlüssige, dauerhafte Verbindung mit dem Rohr entsteht. Das Profil der Backe muss exakt zur Kontur des Fittings passen. Stimmen Backe und Fitting nicht überein, entsteht eine Verbindung, die zwar optisch fertig wirkt, aber nicht die erforderliche Dichtheit und Festigkeit erreicht.

In Europa haben sich zwei Konturen als Standard etabliert: die V-Kontur und die M-Kontur. Beide sind in bestimmten Regionen und bei bestimmten Systemherstellern verbreitet. Die regionalen Unterschiede haben historische Gründe und spiegeln die Marktdurchdringung verschiedener Systemhersteller in einzelnen Ländern wider.

V-Kontur: weit verbreitet und werkzeugflexibel

Die V-Kontur ist in Deutschland und weiten Teilen Europas die am häufigsten eingesetzte Presskontur. Sie wird von den meisten handelsüblichen Pressgeräten unterstützt und ist in Kombination mit zahlreichen Fitting-Systemen kompatibel. Das macht sie zur bevorzugten Wahl für Betriebe, die mit verschiedenen Rohrwerkstoffen und Medien arbeiten und nicht für jede Anwendung ein eigenes Presswerkzeug vorhalten möchten.

Das AQUAGAS-V-System von HS Fittings nutzt die V-Kontur und ermöglicht damit die freie Werkzeugwahl. Das heißt: Betriebe müssen ihr vorhandenes Presswerkzeug nicht austauschen, um AQUAGAS V zu verarbeiten. Das ist ein wirtschaftlich relevanter Vorteil, besonders für Betriebe mit bereits investiertem Werkzeugbestand.

Jetzt weitere Informationen einholen.

M-Kontur: systemgebunden, aber im Bestand präsent

Die M-Kontur ist ebenfalls verbreitet, aber stärker an bestimmte Systemhersteller und deren Presswerkzeuge gebunden. Betriebe, die M-Kontur-Systeme einsetzen, benötigen das jeweils passende Werkzeug. Im Bestand, also bei Reparaturen oder Erweiterungen bestehender Anlagen, kann das zu einem Engpass führen, wenn das ursprüngliche Werkzeug nicht mehr verfügbar ist.

Das Flexi-Press-System von HS Fittings unterstützt sowohl V- als auch M-Kontur bis 28 mm und bietet damit eine flexible Lösung für Betriebe, die in gemischten Bestandssituationen arbeiten. Es ist in Stahl E195 und in Edelstahl 1.4404 erhältlich und deckt damit ein breites Anwendungsspektrum ab. Die verfügbaren Dichtungsvarianten (EPDM, FPM/FKM) ermöglichen den Einsatz in verschiedenen Medien.

Lagerhaltung und Systemwahl: Worauf es ankommt

Wer sein Lager konsequent auf eine Presskontur standardisiert, reduziert Verwechslungsrisiken und vereinfacht die Bestellung. Betriebe, die überwiegend Neuinstallationen machen, sind gut beraten, auf die V-Kontur zu setzen. Betriebe, die viel im Bestand arbeiten, brauchen möglicherweise beide Konturen und profitieren von einem flexiblen Fitting-System. Technische Details zu allen Systemen finden Sie in den Datenblättern und Produktunterlagen.

Fazit: V-Kontur oder M-Kontur nach Systemstrategie entscheiden

Die Wahl zwischen V-Kontur und M-Kontur ist keine reine Produktfrage, sondern eine Betriebsstrategie. Wer auf Werkzeugflexibilität setzt, fährt mit der V-Kontur und AQUAGAS V von HS Fittings gut. Wer im Bestand mit gemischten Systemen arbeitet, findet mit Flexi-Press eine praxistaugliche Lösung. Für eine individuelle Beratung zur richtigen Systemwahl nehmen Sie gern Kontakt auf.

Pressfittings für Gas und Wasser sehen auf den ersten Blick ähnlich aus. Doch die Unterschiede sind erheblich, und sie betreffen genau die Punkte, die für eine sichere Installation entscheidend sind: Dichtungsmaterial, Zertifizierung und Systemeignung. Wer die Unterschiede kennt, vermeidet Verwechslungen und trifft die richtige Produktwahl.

Warum Gas und Wasser unterschiedliche Anforderungen stellen

Wasser und Gas sind physikalisch grundverschieden. Wasser ist inkompressibel und bei einem Leck sofort sichtbar. Gas hingegen ist kompressibel, unsichtbar und im schlimmsten Fall explosiv. Das erklärt, warum die Zulassungsanforderungen für Gasfittings deutlich strenger sind als für Wasserfittings. Eine Dichtung, die für Trinkwasser geeignet ist, muss es nicht automatisch für Gas sein.

Konkret bedeutet das: Pressfittings für Gas müssen eine Dichtung haben, die gegen die chemischen Eigenschaften von Erdgas und Flüssiggas dauerhaft beständig ist und bei Druckschwankungen zuverlässig dichthält. EPDM-Dichtungen, die im Trinkwasserbereich häufig eingesetzt werden, sind für Gas nicht geeignet.

Dichtungsmaterial als wichtigstes Unterscheidungsmerkmal

Das AQUAGAS-V-System von HS Fittings nutzt HNBR-Dichtungen (Hydrierter Nitril-Butadien-Kautschuk). Dieses Material ist sowohl für Gas als auch für Wasser geeignet und macht eine Trennung nach Medium überflüssig. Das vereinfacht die Lagerhaltung erheblich, denn es muss keine separate Pressfitting-Linie für Gas und eine für Wasser vorgehalten werden.

Der gelbe O-Ring ist dabei das zentrale Erkennungsmerkmal. Er signalisiert auf einen Blick: dieses Fitting ist für Gas und Wasser zugelassen. Das ist auf der Baustelle ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal, besonders wenn verschiedene Systeme und Medien parallel installiert werden.

Jetzt weitere Informationen einholen.

Doppelzertifizierung: Was sie in der Praxis bedeutet

AQUAGAS V ist doppelt DVGW-zertifiziert: für Gas nach DVGW-Arbeitsblatt GW392 und für Wasser nach den zugehörigen Trinkwasser- und Heizungsanforderungen. Das ist nicht selbstverständlich. Viele Systeme am Markt haben nur eine Zulassung. Die Doppelzertifizierung bedeutet für den Verarbeiter: ein System, ein Werkzeug, ein Zertifikat für zwei kritische Medien. Das spart Rüstzeit, vereinfacht die Dokumentation und erhöht die Betriebssicherheit.

AQUAGAS V ist für Kupferrohre nach DIN EN 1057 in den Nennweiten 12 bis 54 mm ausgelegt. Die zugehörigen technischen Unterlagen und Zertifikate finden Sie im Downloadbereich von HS Fittings.

Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit

Für Gasleitungen ist die Dokumentation der eingesetzten Produkte besonders wichtig. Zertifizierte Pressfittings mit eindeutiger Kennzeichnung ermöglichen eine lückenlose Rückverfolgbarkeit bei Prüfungen und Wartungsarbeiten. Das erleichtert Abnahmen durch den Netzbetreiber und schafft Rechtssicherheit für den ausführenden Betrieb.

Fazit: Pressfittings für Gas und Wasser mit doppelter Zertifizierung

Pressfittings für Gas unterscheiden sich von Wasserfittings vor allem durch das Dichtungsmaterial und die Zulassung. AQUAGAS V von HS Fittings vereint beide Anforderungen in einem System und spart damit Lageraufwand, Verwechslungsrisiko und Dokumentationsaufwand. Für konkrete Produktfragen oder technische Beratung nehmen Sie gern Kontakt auf.

Die Anforderungen an Materialien in Trinkwassersystemen werden europaweit strenger. Für SHK-Betriebe, den Fachgroßhandel und Planer bedeutet das: Die Materialwahl bei Fittings und Armaturen wird zum strategischen Thema. Dieser Beitrag erklärt, was sich regulatorisch ändert, welche Konsequenzen das für die Produktauswahl hat und wie Sie Ihren Betrieb und Ihre Kunden gut beraten vorbereiten können.

Was sich beim Bleigrenzwert verändert hat

Die EU-Trinkwasserrichtlinie 2020/2184, die in deutsches Recht umgesetzt wurde, hat den Grenzwert für Blei im Trinkwasser auf 5 Mikrogramm pro Liter gesenkt, deutlich schärfer als der bisherige Wert von 10 Mikrogramm. Damit rücken nicht nur alte Bleileitungen in den Fokus, sondern auch Armaturen und Fittings, die im Betrieb Blei abgeben könnten. Produkte, die bisher als unauffällig galten, können unter den neuen Grenzwerten plötzlich relevant werden.

Für den SHK-Betrieb bedeutet das: Bei Neuinstallationen, Sanierungen und Erweiterungen von Trinkwasserleitungen sind nur Materialien zulässig, die nachweislich den neuen Anforderungen entsprechen. Wer hier nicht auf dem aktuellen Stand ist, riskiert Haftungsprobleme bei der Abnahme.

Temperguss und die Frage nach dem Bleigehalt

Temperguss ist ein Eisenwerkstoff. Er enthält konstruktionsbedingt kein Blei in der Legierung, was ihn in dieser Hinsicht von bleihaltigen Messinglegierungen unterscheidet. Für Trinkwasserinstallationen ist das ein sachliches Argument, das in Planungsgesprächen und bei Ausschreibungen zunehmend relevant wird.

HS Fittings bietet DVGW-zertifizierte Tempergussfittings, die für den Trinkwasserbereich zugelassen sind. Die Zertifizierung umfasst dabei auch die hygienische Unbedenklichkeit für den bestimmungsgemäßen Einsatz. Details dazu finden sich in den zugehörigen Datenblättern und Zertifikatsdokumenten.

Jetzt weitere Informationen einholen.

Lagerrotation und Bestandspflege im Fachgroßhandel

Für den Fachgroßhandel stellt sich neben der Produktauswahl auch die Frage der Lagerrotation. Produkte, die noch auf Basis älterer Werkstoffnormen oder Legierungsrezepturen gefertigt wurden, sind rechtlich möglicherweise für den Neueinbau in Trinkwasseranlagen nicht mehr uneingeschränkt geeignet. Eine gezielte Bestandsaufnahme und Sortimentsbereinigung ist daher ratsam.

Gleichzeitig ist dieser Prozess eine Chance: Wer früh auf zukunftssichere Produkte umgestellt hat, kann das als Verkaufsargument nutzen. Handwerksbetriebe suchen zunehmend Lieferanten, die ihnen die Produktauswahl für trinkwasserhygienische Anforderungen abnehmen und zertifizierte Sortimente anbieten.

Pressfittings für Trinkwasser: Dichtungen und Systemwahl

Auch bei Pressfittings spielt die Materialfrage eine Rolle. Das AQUAGAS-V-Pressfitting-System von HS Fittings ist für Kupferrohre nach DIN EN 1057 ausgelegt und für Trinkwasser DVGW-zertifiziert. Die eingesetzten HNBR-Dichtungen sind für den Kontakt mit Trinkwasser und Gas geeignet. Die Doppelzertifizierung für Gas und Wasser vereinfacht die Lagerhaltung und macht das System zu einer wirtschaftlich interessanten Option für Betriebe mit gemischten Anforderungen.

Fazit: Bleifreie Trinkwasserinstallation als Qualitätsmerkmal nutzen

Die Umstellung auf bleifreie Materialien in Trinkwasseranlagen ist nicht nur eine regulatorische Pflicht, sondern auch ein Qualitätsmerkmal, das SHK-Betriebe und Großhändler aktiv kommunizieren können. HS Fittings bietet mit seinen Temperguss- und Pressfitting-Produkten zertifizierte Lösungen für zukunftssichere Trinkwasserinstallationen. Wenn Sie Fragen zur Produktauswahl oder zu Zertifikaten haben, nehmen Sie gern Kontakt auf.

Trinkwasser, Heizung und Gas, drei Medien, drei Anforderungsprofile. Wer Rohrleitungen plant oder installiert, muss die Unterschiede kennen, denn das falsche Rohrverbindungssystem im falschen Medium kann gravierende Folgen haben. Dieser Beitrag gibt eine klare Orientierung, welches System wohin passt und worauf bei der Systemwahl zu achten ist.

Trinkwasser: Hygiene und Materialverträglichkeit im Vordergrund

In Trinkwasserleitungen gelten besondere Anforderungen. Das Material muss trinkwassertauglich sein, darf keine gesundheitlich bedenklichen Stoffe abgeben und muss dauerhaft dicht bleiben. Dichtungen in Pressfittings müssen für den Dauerkontakt mit Trinkwasser geeignet sein. EPDM-Dichtungen sind im Trinkwasserbereich weit verbreitet, weil sie gegen Trinkwasser und viele andere wässrige Medien beständig sind.

Gewindefittings aus Temperguss mit DVGW-Zertifizierung, wie sie HS Fittings anbietet, sind für den Trinkwasserbereich zugelassen. Die zunehmend strengeren Anforderungen an bleifreie Werkstoffe müssen dabei beachtet werden. Temperguss enthält im Gegensatz zu bestimmten Messing-Legierungen grundsätzlich kein Blei, was ihn für diese Anforderungen gut positioniert.

Heizung: Druckstabilität und Temperaturbeständigkeit

Heizungsanlagen arbeiten mit erhöhten Temperaturen und Systemdrücken. Fittings und Dichtungen müssen dauerhaft druckdicht und temperaturbeständig sein. Im Pressbereich kommen hier häufig EPDM-Dichtungen zum Einsatz, die für den Heizungsbereich bis zu den systemtypischen Temperaturen geeignet sind.

Das AQUAGAS-V-System von HS Fittings ist ausdrücklich für Heizungsanlagen ausgelegt und entsprechend DVGW-zertifiziert. Für Gewindefittings gilt: Temperguss-Fittings nach DIN EN 10242 sind für Heizungstemperaturen und Systemdrücke im normalen Gebäudebereich ausgelegt.

Jetzt weitere Informationen einholen.

Gas: Zertifizierung und Dichtungswahl sind nicht verhandelbar

Bei Gasinstallationen gelten die strengsten Anforderungen. Ein Leck ist nicht nur ein Schaden, es ist ein Sicherheitsrisiko. Das bedeutet: Nur Produkte mit expliziter Gaszulassung dürfen in Gasleitungen eingebaut werden. Eine allgemeine Druckfestigkeit reicht nicht aus.

Für Pressfittings in Gasinstallationen sind spezielle Dichtungen erforderlich, die auch bei Erdgas und Flüssiggas dauerhaft beständig sind. HNBR-Dichtungen, wie sie beim AQUAGAS-V-System zum Einsatz kommen, sind für Gas geeignet. Der gelbe O-Ring dient dabei als praxistaugliches Erkennungsmerkmal für die Gaseignung.

Tempergussfittings mit DVGW-Zertifizierung für Gas sind ebenfalls eine bewährte Wahl und werden in vielen Gasinstallationen im Gebäude eingesetzt. Die zugehörigen technischen Details finden Sie in den Datenblättern und Downloads.

Die Systemwahl nach Medium und Situation

Ein System für alle drei Medien gibt es nicht pauschal, aber Doppelzertifizierungen erleichtern die Lagerplanung. AQUAGAS V ist für Trinkwasser, Heizung und Gas doppelt DVGW-zertifiziert. Das reduziert die Variantenvielfalt im Lager und vereinfacht die Bestellung für Projekte mit gemischten Anforderungen. Tempergussfittings stehen in DVGW-zertifizierten Ausführungen ebenfalls für mehrere Medien zur Verfügung.

Fazit: Rohrverbindungssysteme richtig nach Medium wählen

Die Wahl des richtigen Rohrverbindungssystems ist keine reine Preisfrage, sondern eine Sicherheits- und Qualitätsfrage. Trinkwasser, Heizung und Gas stellen unterschiedliche Anforderungen an Werkstoff, Dichtung und Zertifizierung. HS Fittings bietet für alle drei Bereiche geprüfte und zertifizierte Lösungen. Für eine konkrete Produktempfehlung zu Ihrem Projekt nehmen Sie gern Kontakt auf.

Pressfittings gelten als sichere und schnelle Verbindungstechnik. Doch auch bei diesem System gibt es Fehlerquellen, die in der Praxis immer wieder zu Problemen führen. Wer die häufigsten Fehler kennt, kann sie gezielt vermeiden und die Vorteile der Presstechnik voll ausschöpfen. Dieser Beitrag zeigt, wo es auf der Baustelle erfahrungsgemäß schiefläuft.

Falsches Werkzeug oder falsche Presskontur

Pressfittings sind systemgebunden. Das bedeutet: Nicht jedes Presswerkzeug passt zu jedem Fitting. Die Presskontur, also das Profil der Pressbacke oder Pressring, muss zur Kontur des Fittings passen. Die zwei verbreitetsten Konturen im europäischen Markt sind die V-Kontur und die M-Kontur. Eine V-Kontur-Backe auf einem M-Kontur-Fitting oder umgekehrt erzeugt optisch eine Verbindung, die dicht wirkt, es aber nicht ist.

Das AQUAGAS-V-System von HS Fittings nutzt die V-Kontur. Es ist mit den meisten handelsüblichen Presswerkzeugen der gängigen Hersteller kompatibel, was die freie Werkzeugwahl auf der Baustelle erleichtert. Dennoch gilt: Vor der Verarbeitung immer Werkzeugkompatibilität prüfen und im Zweifelsfall die Systemdokumentation heranziehen.

O-Ring-Probleme: Sitz, Zustand und Verwechslung

Die Dichtheit einer Pressverbindung hängt entscheidend vom O-Ring ab. Fehler passieren hier auf mehrere Arten: Der O-Ring liegt nicht korrekt in der Nut. Er ist verdreht oder gequetscht eingebaut. Er wurde durch unsachgemäße Lagerung oder UV-Einwirkung vorgeschädigt. Oder er wurde mit dem falschen O-Ring-Typ für das jeweilige Medium kombiniert.

Bei AQUAGAS V signalisiert der gelbe HNBR-O-Ring die Eignung für Gas und Wasser. Diese farbliche Kennzeichnung ist kein Zufall, sondern ein praxistaugliches Unterscheidungsmerkmal. Wer unterschiedliche Presssysteme auf der Baustelle hat, sollte auf die O-Ring-Farbe achten und Verwechslungen durch klare Lagertrennung vermeiden.

Jetzt weitere Informationen einholen.

Unverpresste Verbindungen übersehen

Einer der häufigsten und gefährlichsten Fehler auf der Baustelle: Eine Verbindung wird eingesteckt, aber versehentlich nicht verpresst. Bei flüchtigem Blick sieht sie fertig aus. Erst bei der Druckprobe oder schlimmer noch nach der Inbetriebnahme zeigt sich das Leck.

Das Prinzip „unverpresst undicht“ (UVUD), das beim AQUAGAS-V-System gilt, adressiert genau dieses Risiko. Eine eingesteckte, aber nicht verpresste AQUAGAS-V-Verbindung ist konstruktiv so ausgelegt, dass sie bei der Druckprobe undicht ist. Das macht vergessene Verpressungen sichtbar, bevor das System in Betrieb geht. Für SHK-Betriebe ist das eine wichtige Sicherheitsfunktion, die Reklamationen und Folgeschäden verhindert.

Rohrende nicht sauber vorbereitet

Auch die Rohrqualität beeinflusst die Verbindungssicherheit. Grate, Ovalität durch unsauberes Trennen oder ein nicht entgratetes Rohrende können dazu führen, dass der O-Ring beschädigt wird oder die Verbindung nicht plan sitzt. Kupferrohre nach DIN EN 1057 sollten rechtwinklig abgetrennt, entgratet und kalibriert werden, bevor das Fitting aufgesteckt wird. Mehr zu den Verarbeitungshinweisen finden Sie in den technischen Unterlagen im Downloadbereich.

Fazit: Pressfitting-Fehler sind vermeidbar

Die meisten Fehler bei Pressfittings entstehen nicht durch schlechte Produkte, sondern durch Unachtsamkeit bei Werkzeugwahl, O-Ring-Handling und Rohraufbereitung. Wer diese Punkte konsequent im Blick behält, profitiert von einer schnellen, sicheren und dauerhaften Verbindungstechnik. Bei Fragen zu Verarbeitung, Systemkompatibilität oder Produktdetails nehmen Sie Kontakt auf. Wir unterstützen Sie gern.

Die DVGW-Zertifizierung begegnet einem in der SHK-Branche ständig: auf Produktverpackungen, in Datenblättern und in Ausschreibungstexten. Doch was bedeutet diese Zertifizierung konkret? Welche Anforderungen stecken dahinter, und warum ist sie für Verarbeiter, Planer und Einkäufer tatsächlich relevant? Dieser Beitrag bringt Klarheit ohne Paragraphendschungel.

Was der DVGW ist und wofür er steht

Der DVGW, der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches, ist eine technisch-wissenschaftliche Organisation, die Regelwerke für die Gas- und Wasserversorgung in Deutschland erarbeitet. Seine Arbeitsblätter, Prüfgrundlagen und Zertifizierungsprogramme gelten als anerkannte Regeln der Technik. Das bedeutet: Wer nach DVGW-Anforderungen plant und installiert, bewegt sich auf rechtlich gesichertem Boden, denn die Einhaltung anerkannter Regeln der Technik ist in Deutschland eine zentrale Sorgfaltspflicht im Installationshandwerk.

Was eine DVGW-Zertifizierung für ein Fitting bedeutet

Ein Fitting, der das DVGW-Prüfzeichen trägt, hat ein unabhängiges Prüfverfahren durchlaufen. Dabei werden unter anderem Maßhaltigkeit, Werkstoffzusammensetzung, Druckfestigkeit, Dichtheit und Medienverträglichkeit geprüft. Je nach Einsatzbereich, also Gas oder Wasser, gelten unterschiedliche Prüfgrundlagen und Grenzwerte.

Für Tempergussfittings von HS Fittings bedeutet das: Die Zertifizierung nach DVGW und zusätzlich nach SVGW, dem schweizerischen Pendant, belegt, dass diese Fittings für Gas- und Trinkwasserinstallationen in beiden Ländern zugelassen sind. Das ist nicht selbstverständlich, denn viele Hersteller haben nur eine der beiden Zertifizierungen.

Jetzt weitere Informationen einholen.

Praktische Relevanz für SHK-Betriebe und Planer

In der Praxis schützt die DVGW-Zertifizierung auf mehreren Ebenen. Erstens: Versicherungsrechtlich. Bei einem Schaden durch eine undichte oder fehlerhafte Installation kann die verwendete Produktqualität zur Frage werden. Zertifizierte Produkte stärken die Position des Installateurs erheblich. Zweitens: In öffentlichen Ausschreibungen. Viele Auftraggeber verlangen explizit DVGW-zertifizierte Materialien, besonders bei Trinkwasser- und Gasanlagen in öffentlichen Gebäuden. Drittens: Bei der Abnahme und Prüfung. Sachverständige und Behörden akzeptieren zertifizierte Produkte ohne weitere Nachweispflicht, nicht zertifizierte Produkte hingegen können Nachfragen auslösen.

DVGW-Zertifizierung und Trinkwasserhygiene

Im Trinkwasserbereich gewinnt die Zertifizierung zusätzlich an Bedeutung, da die europäische Trinkwasserrichtlinie die Anforderungen an Materialien im Kontakt mit Trinkwasser weiter harmonisiert und verschärft. Produkte, die heute bereits nach anspruchsvollen DVGW-Prüfgrundlagen zertifiziert sind, haben für diese Entwicklung eine gute Ausgangsbasis. Die zugehörigen Zertifikate und Datenblätter finden Sie im Downloadbereich von HS Fittings.

Fazit: DVGW-Zertifizierung schafft Sicherheit für alle Beteiligten

Die DVGW-Zertifizierung ist kein bürokratisches Beiwerk, sondern ein handfestes Qualitätsmerkmal mit rechtlicher und praktischer Bedeutung. Für Verarbeiter, Planer und Einkäufer bedeutet sie: weniger Risiko, mehr Rechtssicherheit und eine stärkere Position bei Abnahmen und Schadensfällen. HS Fittings bietet DVGW- und SVGW-zertifizierte Fittings für Gas und Trinkwasser. Bei Fragen zu Zertifikaten oder Produktdetails nehmen Sie gern Kontakt auf.

Wer Rohrleitungen verbindet, hat heute die Wahl zwischen verschiedenen Fügeverfahren. Gewindefittings und Pressfittings stehen dabei häufig in direkter Konkurrenz. Beide Systeme erfüllen ihre Aufgabe, aber sie tun es auf unterschiedliche Weise und mit unterschiedlichem wirtschaftlichem Aufwand. Dieser Beitrag zeigt, welche Lösung in welcher Situation tatsächlich wirtschaftlicher ist.

Gewindefittings: bewährte Technik mit klaren Stärken

Das Gewindefitting ist seit Generationen im Einsatz. Die Verbindungstechnik ist einfach, robust und erfordert kein Spezialwerkzeug. Ein Rohrabschneider, ein Gewindeschneider und Dichtmaterial reichen für die Montage aus. Für SHK-Betriebe, die im Bestand arbeiten, ist das ein erheblicher Vorteil: Die Teile sind überall verfügbar, die Montage ist vertraut und der Lehrling kann nach kurzer Einweisung mitarbeiten.

Gewindefittings aus Temperguss nach DIN EN 10242 sind zudem mechanisch sehr belastbar und lassen sich auch unter schwierigen Platzverhältnissen montieren, weil keine Verpressmaschine bewegt werden muss. Für die Lagerhaltung bedeutet das weniger gebundenes Kapital im Werkzeugbestand.

Pressfittings: Geschwindigkeit und sichere Verbindung

Pressfittings schaffen eine formschlüssige Verbindung in Sekunden. Das Verpressen mit dem elektrischen Presswerkzeug ist schnell, reproduzierbar und bei korrekter Ausführung dicht. Für Neubauinstallationen mit vielen gleichartigen Verbindungspunkten und langen geraden Leitungsabschnitten ist das ein echtes Zeitargument.

Das AQUAGAS-V-System von HS Fittings etwa ist für Kupferrohre nach DIN EN 1057 ausgelegt, für Trinkwasser, Heizung und Gas doppelt DVGW-zertifiziert und nutzt die V-Kontur, die mit zahlreichen handelsüblichen Presswerkzeugen verarbeitet werden kann. Das Sicherheitsmerkmal „unverpresst undicht“ zeigt vor der Druckprobe unverpresste Verbindungen zuverlässig an.

Jetzt weitere Informationen einholen.

Der wirtschaftliche Vergleich in der Praxis

Beim direkten Kostenvergleich schneiden Pressfittings im Material zunächst oft teurer ab. Das ändert sich jedoch, wenn man den gesamten Montageprozess betrachtet. Pressfittings sind in der Vorbereitung schneller, Verbindungen lassen sich unter günstigen Bedingungen in der Hälfte der Zeit herstellen. Bei Großprojekten mit hohem Volumen überwiegt dieser Zeitvorteil die höheren Materialkosten.

Gewindefittings sind dagegen wirtschaftlicher, wenn es um Einzelanschlüsse geht, wenn im Bestand gearbeitet wird oder wenn das Rohrsystem spätere Umbauten wahrscheinlich macht. Gewinde lassen sich lösen und neu dichten. Eine verpresste Verbindung ist dauerhaft und kann nicht gelöst werden.

Fehleranfälligkeit und Montagesicherheit

Gewindeverbindungen sind fehleranfällig, wenn das Gewinde nicht sauber geschnitten oder das Dichtmaterial falsch aufgetragen wird. Undichtigkeiten durch zu wenig Hanf oder falsches PTFE-Band sind ein bekanntes Problem. Pressfittings haben dieses Risiko nicht, bringen aber ein anderes Risiko mit: vergessene oder falsch ausgeführte Verpressungen. Das Sicherheitsprinzip „unverpresst undicht“ bei AQUAGAS V adressiert genau dieses Risiko und macht es bei der Druckprobe sichtbar.

Fazit: Gewindefittings oder Pressfittings nach Einsatzlage entscheiden

Weder Gewindefittings noch Pressfittings sind pauschal die bessere Wahl. Die Entscheidung hängt von Projektgröße, Bestandssituation, Werkzeugverfügbarkeit und Montagebedingungen ab. HS Fittings bietet beide Systeme in bewährter Qualität an. Welche Lösung für Ihr Projekt passt, besprechen wir gern. Nehmen Sie Kontakt auf und schildern Sie Ihre Anforderungen.

Tempergussfittings gehören seit Jahrzehnten zur Grundausstattung professioneller Rohrinstallationen. Wer im SHK-Bereich plant, montiert oder einkauft, kommt an diesem Werkstoff kaum vorbei. Und doch ist das Wissen über Eigenschaften, Normen und Einsatzgrenzen oft lückenhaft. Dieser Beitrag erklärt, was Tempergussfittings sind, wo sie ihre Stärken ausspielen und worauf bei der Auswahl zu achten ist.

Was ist Temperguss und wie unterscheidet er sich von anderen Werkstoffen?

Temperguss ist ein Eisenwerkstoff, der durch einen speziellen Wärmebehandlungsprozess aus weißem Roheisen hergestellt wird. Das Ergebnis ist ein Material mit hoher Zähigkeit, guter Bearbeitbarkeit und ausgeprägter Druckfestigkeit. Im Vergleich zu Grauguss ist Temperguss deutlich weniger spröde und lässt sich mit Gewindeschneidern sauber bearbeiten. Gegenüber Messing bietet er bei bestimmten Anwendungen ein günstigeres Preis-Leistungs-Verhältnis und eine höhere mechanische Belastbarkeit bei großen Nennweiten.

Die Fittings aus diesem Werkstoff werden üblicherweise mit Außengewinde nach DIN EN 10242 gefertigt. Diese Norm definiert die Maße, die Gewindeausführung und die Druckstufen, auf die hin die Fittings geprüft werden. Für den Anwender bedeutet das: Tempergussfittings verschiedener Hersteller sind normkonform austauschbar, sofern die gleiche Gewindenorm zu Grunde liegt.

Verzinkung als Korrosionsschutz: Warum die Schichtdicke entscheidend ist

Tempergussfittings werden standardmäßig feuerverzinkt. Der Zinkauftrag schützt den Eisenwerkstoff vor Korrosion und verlängert die Lebensdauer erheblich. Entscheidend ist dabei die Schichtdicke: Die Norm definiert Mindestwerte, aber nicht alle Produkte am Markt erfüllen diese mit gleichem Aufwand.

HS Fittings setzt bei seinen verzinkten Tempergussfittings auf eine Verzinkungsschicht, die deutlich über den Normvorgaben liegt. Das erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit und aggressive Umgebungsbedingungen und macht diese Fittings besonders für industrielle Anwendungen und erdverlegte Installationen geeignet, wo erhöhter Korrosionsdruck herrscht.

Jetzt weitere Informationen einholen.

Einsatzbereiche in der Praxis

Tempergussfittings sind in erster Linie für gasführende und wasserführende Rohrleitungen in der Gebäudeinstallation zugelassen. Typische Einsatzbereiche sind Heizungsanlagen, Kalt- und Warmwasserleitungen sowie Gasinstallationen bis zu den zulässigen Druckstufen. Auch in der Industrie, etwa in Druckluftleitungen oder Rohrnetzverbindungen, finden sie breiten Einsatz.

Die Verbindungstechnik mit Gewindeanschluss nach DIN EN 10242 ist bewährt, weit verbreitet und erfordert kein Spezialwerkzeug. Das macht Tempergussfittings besonders attraktiv für den Bestand und für Installationen, bei denen Flexibilität bei der Werkzeugwahl wichtig ist. Die Montage ist für ausgebildete SHK-Fachkräfte routiniert und schnell umsetzbar.

DVGW- und SVGW-Zertifizierung als Qualitätsmerkmal

Für den Einsatz in Gas- und Trinkwasserinstallationen ist die Zertifizierung nach DVGW (Deutsches Verein des Gas- und Wasserfaches) und SVGW (Schweizerischer Verein des Gas- und Wasserfaches) ein relevanter Qualitätsnachweis. Die HS Fittings Tempergussfittings erfüllen diese Anforderungen und sind entsprechend zertifiziert. Das gibt Planern, Verarbeitern und Betreibern die nötige Rechtssicherheit für Trinkwasser- und Gasanlagen.

Worauf bei der Auswahl zu achten ist

Nicht jede Verbindung ist für jeden Einsatzbereich gleich geeignet. Wer Tempergussfittings auswählt, sollte folgende Punkte im Blick behalten:

  • Druckstufe und Temperaturbereich der Anwendung prüfen
  • Nennweite und Gewindeausführung auf das Rohrsystem abstimmen
  • Zertifizierungsanforderung des Einsatzbereichs (Gas, Trinkwasser, Industrie) klären
  • Verzinkungsqualität bei Korrosionsgefährdung gezielt anfragen

Für den Fachgroßhandel und SHK-Betriebe bedeutet das: Ein Lieferant, der sowohl normkonforme als auch überdurchschnittlich verzinkte Tempergussfittings mit DVGW-Zertifizierung liefert, reduziert Reklamationsrisiken und vereinfacht die Produktauswahl. Mehr technische Details finden Sie in den Datenblättern und Downloads.

Fazit: Tempergussfittings als zuverlässige Basis für Gewindeinstallationen

Tempergussfittings überzeugen durch Normkonformität, mechanische Robustheit und bewährte Verbindungstechnik. Mit einer starken Verzinkungsschicht und DVGW/SVGW-Zertifizierung sind die Produkte von HS Fittings für vielfältige Einsatzbereiche in Heizung, Wasser und Gas gut gerüstet. Wer die richtige Auswahl für sein Projekt treffen möchte, findet bei HS Fittings die fachliche Unterstützung und das passende Sortiment. Nehmen Sie gern Kontakt auf und lassen Sie sich beraten.