DVGW-Zertifizierung bei Fittings: was sie in der Praxis bedeutet
Die DVGW-Zertifizierung begegnet einem in der SHK-Branche ständig: auf Produktverpackungen, in Datenblättern und in Ausschreibungstexten. Doch was bedeutet diese Zertifizierung konkret? Welche Anforderungen stecken dahinter, und warum ist sie für Verarbeiter, Planer und Einkäufer tatsächlich relevant? Dieser Beitrag bringt Klarheit ohne Paragraphendschungel.
Was der DVGW ist und wofür er steht
Der DVGW, der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches, ist eine technisch-wissenschaftliche Organisation, die Regelwerke für die Gas- und Wasserversorgung in Deutschland erarbeitet. Seine Arbeitsblätter, Prüfgrundlagen und Zertifizierungsprogramme gelten als anerkannte Regeln der Technik. Das bedeutet: Wer nach DVGW-Anforderungen plant und installiert, bewegt sich auf rechtlich gesichertem Boden, denn die Einhaltung anerkannter Regeln der Technik ist in Deutschland eine zentrale Sorgfaltspflicht im Installationshandwerk.
Was eine DVGW-Zertifizierung für ein Fitting bedeutet
Ein Fitting, der das DVGW-Prüfzeichen trägt, hat ein unabhängiges Prüfverfahren durchlaufen. Dabei werden unter anderem Maßhaltigkeit, Werkstoffzusammensetzung, Druckfestigkeit, Dichtheit und Medienverträglichkeit geprüft. Je nach Einsatzbereich, also Gas oder Wasser, gelten unterschiedliche Prüfgrundlagen und Grenzwerte.
Für Tempergussfittings von HS Fittings bedeutet das: Die Zertifizierung nach DVGW und zusätzlich nach SVGW, dem schweizerischen Pendant, belegt, dass diese Fittings für Gas- und Trinkwasserinstallationen in beiden Ländern zugelassen sind. Das ist nicht selbstverständlich, denn viele Hersteller haben nur eine der beiden Zertifizierungen.
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Praktische Relevanz für SHK-Betriebe und Planer
In der Praxis schützt die DVGW-Zertifizierung auf mehreren Ebenen. Erstens: Versicherungsrechtlich. Bei einem Schaden durch eine undichte oder fehlerhafte Installation kann die verwendete Produktqualität zur Frage werden. Zertifizierte Produkte stärken die Position des Installateurs erheblich. Zweitens: In öffentlichen Ausschreibungen. Viele Auftraggeber verlangen explizit DVGW-zertifizierte Materialien, besonders bei Trinkwasser- und Gasanlagen in öffentlichen Gebäuden. Drittens: Bei der Abnahme und Prüfung. Sachverständige und Behörden akzeptieren zertifizierte Produkte ohne weitere Nachweispflicht, nicht zertifizierte Produkte hingegen können Nachfragen auslösen.
DVGW-Zertifizierung und Trinkwasserhygiene
Im Trinkwasserbereich gewinnt die Zertifizierung zusätzlich an Bedeutung, da die europäische Trinkwasserrichtlinie die Anforderungen an Materialien im Kontakt mit Trinkwasser weiter harmonisiert und verschärft. Produkte, die heute bereits nach anspruchsvollen DVGW-Prüfgrundlagen zertifiziert sind, haben für diese Entwicklung eine gute Ausgangsbasis. Die zugehörigen Zertifikate und Datenblätter finden Sie im Downloadbereich von HS Fittings.
Fazit: DVGW-Zertifizierung schafft Sicherheit für alle Beteiligten
Die DVGW-Zertifizierung ist kein bürokratisches Beiwerk, sondern ein handfestes Qualitätsmerkmal mit rechtlicher und praktischer Bedeutung. Für Verarbeiter, Planer und Einkäufer bedeutet sie: weniger Risiko, mehr Rechtssicherheit und eine stärkere Position bei Abnahmen und Schadensfällen. HS Fittings bietet DVGW- und SVGW-zertifizierte Fittings für Gas und Trinkwasser. Bei Fragen zu Zertifikaten oder Produktdetails nehmen Sie gern Kontakt auf.



