Gewindefittings oder Pressfittings: welche Lösung ist wirtschaftlicher?

Wer Rohrleitungen verbindet, hat heute die Wahl zwischen verschiedenen Fügeverfahren. Gewindefittings und Pressfittings stehen dabei häufig in direkter Konkurrenz. Beide Systeme erfüllen ihre Aufgabe, aber sie tun es auf unterschiedliche Weise und mit unterschiedlichem wirtschaftlichem Aufwand. Dieser Beitrag zeigt, welche Lösung in welcher Situation tatsächlich wirtschaftlicher ist.

Gewindefittings: bewährte Technik mit klaren Stärken

Das Gewindefitting ist seit Generationen im Einsatz. Die Verbindungstechnik ist einfach, robust und erfordert kein Spezialwerkzeug. Ein Rohrabschneider, ein Gewindeschneider und Dichtmaterial reichen für die Montage aus. Für SHK-Betriebe, die im Bestand arbeiten, ist das ein erheblicher Vorteil: Die Teile sind überall verfügbar, die Montage ist vertraut und der Lehrling kann nach kurzer Einweisung mitarbeiten.

Gewindefittings aus Temperguss nach DIN EN 10242 sind zudem mechanisch sehr belastbar und lassen sich auch unter schwierigen Platzverhältnissen montieren, weil keine Verpressmaschine bewegt werden muss. Für die Lagerhaltung bedeutet das weniger gebundenes Kapital im Werkzeugbestand.

Pressfittings: Geschwindigkeit und sichere Verbindung

Pressfittings schaffen eine formschlüssige Verbindung in Sekunden. Das Verpressen mit dem elektrischen Presswerkzeug ist schnell, reproduzierbar und bei korrekter Ausführung dicht. Für Neubauinstallationen mit vielen gleichartigen Verbindungspunkten und langen geraden Leitungsabschnitten ist das ein echtes Zeitargument.

Das AQUAGAS-V-System von HS Fittings etwa ist für Kupferrohre nach DIN EN 1057 ausgelegt, für Trinkwasser, Heizung und Gas doppelt DVGW-zertifiziert und nutzt die V-Kontur, die mit zahlreichen handelsüblichen Presswerkzeugen verarbeitet werden kann. Das Sicherheitsmerkmal „unverpresst undicht“ zeigt vor der Druckprobe unverpresste Verbindungen zuverlässig an.

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Der wirtschaftliche Vergleich in der Praxis

Beim direkten Kostenvergleich schneiden Pressfittings im Material zunächst oft teurer ab. Das ändert sich jedoch, wenn man den gesamten Montageprozess betrachtet. Pressfittings sind in der Vorbereitung schneller, Verbindungen lassen sich unter günstigen Bedingungen in der Hälfte der Zeit herstellen. Bei Großprojekten mit hohem Volumen überwiegt dieser Zeitvorteil die höheren Materialkosten.

Gewindefittings sind dagegen wirtschaftlicher, wenn es um Einzelanschlüsse geht, wenn im Bestand gearbeitet wird oder wenn das Rohrsystem spätere Umbauten wahrscheinlich macht. Gewinde lassen sich lösen und neu dichten. Eine verpresste Verbindung ist dauerhaft und kann nicht gelöst werden.

Fehleranfälligkeit und Montagesicherheit

Gewindeverbindungen sind fehleranfällig, wenn das Gewinde nicht sauber geschnitten oder das Dichtmaterial falsch aufgetragen wird. Undichtigkeiten durch zu wenig Hanf oder falsches PTFE-Band sind ein bekanntes Problem. Pressfittings haben dieses Risiko nicht, bringen aber ein anderes Risiko mit: vergessene oder falsch ausgeführte Verpressungen. Das Sicherheitsprinzip „unverpresst undicht“ bei AQUAGAS V adressiert genau dieses Risiko und macht es bei der Druckprobe sichtbar.

Fazit: Gewindefittings oder Pressfittings nach Einsatzlage entscheiden

Weder Gewindefittings noch Pressfittings sind pauschal die bessere Wahl. Die Entscheidung hängt von Projektgröße, Bestandssituation, Werkzeugverfügbarkeit und Montagebedingungen ab. HS Fittings bietet beide Systeme in bewährter Qualität an. Welche Lösung für Ihr Projekt passt, besprechen wir gern. Nehmen Sie Kontakt auf und schildern Sie Ihre Anforderungen.