V-Kontur oder M-Kontur: welche Presskontur passt zu welchem Einsatzfall?

V-Kontur oder M-Kontur: Wer im Bereich Pressfittings arbeitet, begegnet beiden Bezeichnungen regelmäßig. Doch was steckt dahinter, und welche Kontur passt zu welchem Einsatzfall? Die Antwort ist wichtiger als sie auf den ersten Blick scheint, denn eine falsch gewählte Presskontur ist einer der häufigsten Fehler auf der Baustelle.

Was Presskontur bedeutet und warum sie relevant ist

Die Presskontur beschreibt das Profil, mit dem eine Pressverbindung hergestellt wird. Beim Verpressen formt die Pressbacke oder der Pressring das Fitting so um, dass eine formschlüssige, dauerhafte Verbindung mit dem Rohr entsteht. Das Profil der Backe muss exakt zur Kontur des Fittings passen. Stimmen Backe und Fitting nicht überein, entsteht eine Verbindung, die zwar optisch fertig wirkt, aber nicht die erforderliche Dichtheit und Festigkeit erreicht.

In Europa haben sich zwei Konturen als Standard etabliert: die V-Kontur und die M-Kontur. Beide sind in bestimmten Regionen und bei bestimmten Systemherstellern verbreitet. Die regionalen Unterschiede haben historische Gründe und spiegeln die Marktdurchdringung verschiedener Systemhersteller in einzelnen Ländern wider.

V-Kontur: weit verbreitet und werkzeugflexibel

Die V-Kontur ist in Deutschland und weiten Teilen Europas die am häufigsten eingesetzte Presskontur. Sie wird von den meisten handelsüblichen Pressgeräten unterstützt und ist in Kombination mit zahlreichen Fitting-Systemen kompatibel. Das macht sie zur bevorzugten Wahl für Betriebe, die mit verschiedenen Rohrwerkstoffen und Medien arbeiten und nicht für jede Anwendung ein eigenes Presswerkzeug vorhalten möchten.

Das AQUAGAS-V-System von HS Fittings nutzt die V-Kontur und ermöglicht damit die freie Werkzeugwahl. Das heißt: Betriebe müssen ihr vorhandenes Presswerkzeug nicht austauschen, um AQUAGAS V zu verarbeiten. Das ist ein wirtschaftlich relevanter Vorteil, besonders für Betriebe mit bereits investiertem Werkzeugbestand.

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M-Kontur: systemgebunden, aber im Bestand präsent

Die M-Kontur ist ebenfalls verbreitet, aber stärker an bestimmte Systemhersteller und deren Presswerkzeuge gebunden. Betriebe, die M-Kontur-Systeme einsetzen, benötigen das jeweils passende Werkzeug. Im Bestand, also bei Reparaturen oder Erweiterungen bestehender Anlagen, kann das zu einem Engpass führen, wenn das ursprüngliche Werkzeug nicht mehr verfügbar ist.

Das Flexi-Press-System von HS Fittings unterstützt sowohl V- als auch M-Kontur bis 28 mm und bietet damit eine flexible Lösung für Betriebe, die in gemischten Bestandssituationen arbeiten. Es ist in Stahl E195 und in Edelstahl 1.4404 erhältlich und deckt damit ein breites Anwendungsspektrum ab. Die verfügbaren Dichtungsvarianten (EPDM, FPM/FKM) ermöglichen den Einsatz in verschiedenen Medien.

Lagerhaltung und Systemwahl: Worauf es ankommt

Wer sein Lager konsequent auf eine Presskontur standardisiert, reduziert Verwechslungsrisiken und vereinfacht die Bestellung. Betriebe, die überwiegend Neuinstallationen machen, sind gut beraten, auf die V-Kontur zu setzen. Betriebe, die viel im Bestand arbeiten, brauchen möglicherweise beide Konturen und profitieren von einem flexiblen Fitting-System. Technische Details zu allen Systemen finden Sie in den Datenblättern und Produktunterlagen.

Fazit: V-Kontur oder M-Kontur nach Systemstrategie entscheiden

Die Wahl zwischen V-Kontur und M-Kontur ist keine reine Produktfrage, sondern eine Betriebsstrategie. Wer auf Werkzeugflexibilität setzt, fährt mit der V-Kontur und AQUAGAS V von HS Fittings gut. Wer im Bestand mit gemischten Systemen arbeitet, findet mit Flexi-Press eine praxistaugliche Lösung. Für eine individuelle Beratung zur richtigen Systemwahl nehmen Sie gern Kontakt auf.