Bleifreie Trinkwasserinstallation: Was 2026 für SHK-Betriebe wichtig ist

Die Anforderungen an Materialien in Trinkwassersystemen werden europaweit strenger. Für SHK-Betriebe, den Fachgroßhandel und Planer bedeutet das: Die Materialwahl bei Fittings und Armaturen wird zum strategischen Thema. Dieser Beitrag erklärt, was sich regulatorisch ändert, welche Konsequenzen das für die Produktauswahl hat und wie Sie Ihren Betrieb und Ihre Kunden gut beraten vorbereiten können.

Was sich beim Bleigrenzwert verändert hat

Die EU-Trinkwasserrichtlinie 2020/2184, die in deutsches Recht umgesetzt wurde, hat den Grenzwert für Blei im Trinkwasser auf 5 Mikrogramm pro Liter gesenkt, deutlich schärfer als der bisherige Wert von 10 Mikrogramm. Damit rücken nicht nur alte Bleileitungen in den Fokus, sondern auch Armaturen und Fittings, die im Betrieb Blei abgeben könnten. Produkte, die bisher als unauffällig galten, können unter den neuen Grenzwerten plötzlich relevant werden.

Für den SHK-Betrieb bedeutet das: Bei Neuinstallationen, Sanierungen und Erweiterungen von Trinkwasserleitungen sind nur Materialien zulässig, die nachweislich den neuen Anforderungen entsprechen. Wer hier nicht auf dem aktuellen Stand ist, riskiert Haftungsprobleme bei der Abnahme.

Temperguss und die Frage nach dem Bleigehalt

Temperguss ist ein Eisenwerkstoff. Er enthält konstruktionsbedingt kein Blei in der Legierung, was ihn in dieser Hinsicht von bleihaltigen Messinglegierungen unterscheidet. Für Trinkwasserinstallationen ist das ein sachliches Argument, das in Planungsgesprächen und bei Ausschreibungen zunehmend relevant wird.

HS Fittings bietet DVGW-zertifizierte Tempergussfittings, die für den Trinkwasserbereich zugelassen sind. Die Zertifizierung umfasst dabei auch die hygienische Unbedenklichkeit für den bestimmungsgemäßen Einsatz. Details dazu finden sich in den zugehörigen Datenblättern und Zertifikatsdokumenten.

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Lagerrotation und Bestandspflege im Fachgroßhandel

Für den Fachgroßhandel stellt sich neben der Produktauswahl auch die Frage der Lagerrotation. Produkte, die noch auf Basis älterer Werkstoffnormen oder Legierungsrezepturen gefertigt wurden, sind rechtlich möglicherweise für den Neueinbau in Trinkwasseranlagen nicht mehr uneingeschränkt geeignet. Eine gezielte Bestandsaufnahme und Sortimentsbereinigung ist daher ratsam.

Gleichzeitig ist dieser Prozess eine Chance: Wer früh auf zukunftssichere Produkte umgestellt hat, kann das als Verkaufsargument nutzen. Handwerksbetriebe suchen zunehmend Lieferanten, die ihnen die Produktauswahl für trinkwasserhygienische Anforderungen abnehmen und zertifizierte Sortimente anbieten.

Pressfittings für Trinkwasser: Dichtungen und Systemwahl

Auch bei Pressfittings spielt die Materialfrage eine Rolle. Das AQUAGAS-V-Pressfitting-System von HS Fittings ist für Kupferrohre nach DIN EN 1057 ausgelegt und für Trinkwasser DVGW-zertifiziert. Die eingesetzten HNBR-Dichtungen sind für den Kontakt mit Trinkwasser und Gas geeignet. Die Doppelzertifizierung für Gas und Wasser vereinfacht die Lagerhaltung und macht das System zu einer wirtschaftlich interessanten Option für Betriebe mit gemischten Anforderungen.

Fazit: Bleifreie Trinkwasserinstallation als Qualitätsmerkmal nutzen

Die Umstellung auf bleifreie Materialien in Trinkwasseranlagen ist nicht nur eine regulatorische Pflicht, sondern auch ein Qualitätsmerkmal, das SHK-Betriebe und Großhändler aktiv kommunizieren können. HS Fittings bietet mit seinen Temperguss- und Pressfitting-Produkten zertifizierte Lösungen für zukunftssichere Trinkwasserinstallationen. Wenn Sie Fragen zur Produktauswahl oder zu Zertifikaten haben, nehmen Sie gern Kontakt auf.